San Pedro de Atacama
San Pedro de Atacama, eine Oase am nördlichen Rand der Atacama-Wüste, ist ein Ort zum Hängenbleiben. Wie ein chilenisches Goa oder Byron Bay verbindet sich hier gutes Wetter (wird sind schließlich in der trockensten Wüste der Erde) mit einem Haufen von Touristen, vielen Aussteigern chilenischer oder anderer Herkunft und einigen wenigen Einheimischen. Jeden Tag gibt es ein neues Naturwunder zu entdecken: vom Sonnenuntergang blutrot leuchtende Andenketten, türkise Lagunen mit Flamingos, dampfende Geysire. Das Hostel ist ein Traum: Hängematten, eine Tischtennisplatte, zwei Jungs Mitte Zwanzig, die das Hostel führen und am ersten Abend direkt mal zum asado (Grillen) einladen. Überhaupt sind alle Menschen hier super gesellig, super gechillt, super gastfreundlich. An jeder Ecke wird man zu „fiestas clandestinas“ eingeladen, illegalen Partys, die außerhalb San Pedros veranstaltet werden, da hier ab ein Uhr nachts nicht mehr ausgeschenkt werden darf. Nun gut, vielleicht trinkt der ein oder andere hier mal ein wenig zu viel über den Durst oder nimmt die ein oder andere Droge, von der er lieber die Finger lassen sollte. Und vielleicht könnte alles etwas weniger esoterisch sein. Aber der Blick auf die Anden, auf die Wüste, auf den nahen Vulkan Licancabur und in den unendlich weiten Sternenhimmel sind betörend. San Pedro de Atacama ist ein Ort zum Hängenbleiben. Und nur, weil die Salar de Uyuni wartet, schaffe ich den Absprung dann doch schon nach fünf Tagen.
Valle de la Muerte, im Hintergrund der Vulkan Licancabur
Blick aus dem Valle de la Luna auf die Anden bei untergehender Sonne
Flamingos ins der Laguna Chaxa, Salar de Atacama






